• 26-MAR-2018

Das letzte Geheimnis des Osterhasens: Warum Hühner weiße oder braune Eier legen

Rot gefärbt, grün marmoriert oder mit Wachsstiften verziert – Ostereier in allen Variationen werden in den Tagen vor Ostern im ganzen Land bunt gefärbt. Die Verbraucher bevorzugen dafür weiße Eier. Entsprechend hoch ist der Bedarf. Damit dieser gedeckt werden kann, erhalten die Bäckereien und Großküchen in der Osterzeit nur die braunen Eier. Die weißen kommen vorwiegend in den Handel. Unter dem Jahr ist es genau andersherum: dann werden bevorzugt die braunen Eier gekauft und die weißen gehen in die Unternehmen.
Auch die Natur hilft bei der Eierproduktion zu Ostern mit, denn Hühner legen im Frühjahr mehr Eier. Ob ein Huhn ein braunes oder weißes Ei legt, hängt von seinen Genen ab. Erkennbar ist dies nicht etwa am Gefieder, sondern an den Ohrläppchen (auch „Ohrscheibe“ genannt). Ist das Ohrläppchen beim Huhn weiß, legt es weiße Eier. Ist es rot, gibt es braune Eier.
Rund 13 Milliarden Eier werden jährlich in Deutschland produziert. Davon werden pro Kopf und Jahr 218 Eier gegessen. Rund 5,2 Prozent der Eier werden an Ostern gefärbt.
Einen Boom zu Ostern erleben auch die Straußeneier. Sie sind natürlich zum Bemalen und zur Dekoration aufgrund der Größe besonders gefragt. Hier bekommt aber nicht jeder der will auch ein Ei. Denn der Legerhytmus der Strauße ist anders als beim Haushuhn: Straußeneier gibts nur alle zwei Tage und ohne Vorbestellung bei den Straußenfarmen geht zu Ostern gar nichts.

Ein Straußenei ersetzt rund 24 Hühnereier macht also  eine Fußballmannschaft gut satt. Und noch einen Unterschied gibt es: während Hühnereier fast schon beim bloßen Anschauen zerbrechen, hält so ein Straußenei locker 80 Kilo Gewicht aus. Da kann sich ein erwachsener Mann drauf stellen - das Ei bricht nicht. Ohne einen Schlagbohrer kommt man hier nicht ans Eigelb. Und das fließt auch nur dann aus dem Straußenei, wenn es vorher gut durchgeschüttelt und ausgeblasen wurde. Richtig Arbeit also vor dem Straußen-Rührei am Ostersonntag.