• 12-SEP-2017

Hopfen & Malz - Gott erhalt's! In diesem Jahr hilft nur beten.

In diesen Tagen läuft die Hopfenernte in Deutschland zwar auf Hochtouren, die Hopfenbauern aber rechnen bundesweit mit einem Rückgang um rund 3,5 Tonnen. Während die Landwirte im vergangenen Jahr noch rund 42.766 Tonnen ernteten, werden es nach Angaben des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzen 2017 lediglich rund 39.224 Tonnen sein.

Ursache für den Rückgang sind die Wetterextreme in der Saison 2017. Die späten Fröste im Frühjahr sowie die Trockenheit und Hitze von Anfang Juni haben bei dem zur Familie der Hanfgewächse zählenden Hopfen deutliche Spuren hinterlassen. Noch höhere Ernteeinbußen hat der ab Ende Juli einsetzende Regen aber verhindert.

In Deutschlands größtem Hopfenanbaugebiet Hallertau in Bayern rechnen die Experten in diesem Jahr mit einem Ertrag von knapp 34.000 Tonnen, etwa drei Tonnen weniger als noch 2016. Auch in den übrigen Gebieten Elbe-Saale, Tettnang und im fränkischen Spalt wird der Hopfenertrag nach den Schätzungen leicht rückgängig sein. Deutschland ist neben den USA die bedeutendste Hopfenanbaunation weltweit. 

Die Ernte von Hopfen ist aufwändig. Die Dolden müssen von den Reben gepflückt werden, ohne sie zu zerbrechen oder zu viel Blattanteil mit zu ernten. Lange war dies reine Handarbeit. Heute wird Hopfen maschinell geerntet, allerdings ist der Aufwand dafür immer noch sehr groß. Die richtige Erntezeit hängt von der Witterung und dem Anbauort ab. So beginnt beispielsweise die Ernte im südlich gelegenen Tettnang meist einige Tage früher als im Hallertau.